Verbandsgemeinderat Rhein-Mosel

Haushaltsrede 2023

28.03.2023

Sehr geehrte Verbandsbürgermeisterin, sehr geehrte Beigeordnete, sehr geehrte Kolleginnen und Kollegen im Verbandsgemeinderat, sehr geehrte Gäste,

das letzte Jahr war gezeichnet von Krisen. Der Krieg in der Ukraine nimmt leider weiterhin seinen Lauf. Bedingt dadurch, aber nicht nur, sind die Preise für Energie in die Höhe geschnellt. Auch die Lebensmittel- und Materialpreise, sind gestiegen, schlichtweg das ganze Leben wurde teurer.

All dies, hat auch zur einer Inflationsrate geführt die wir schon lange nicht mehr hatten.

Und ausgerechnet jetzt, in dieser Zeit werden die Kommunen gedrängt ausgeglichene Haushalte vorzulegen, diesem können wir auch als Grüne Fraktion nichts Gutes abgewinnen. Denn es bedeutet, angefangen vom Kreishaushalt über die VG ́n bis hin zu den Gemeinden eine Kraftanstrengung.
An allen Enden und Ecken wurde nach Einsparpotenzialen gesucht oder es wurden Aufgaben und Ausgaben auf das nächste Jahr verschoben. Die Verwaltung der VG hat wirklich an allen Schrauben gedreht, um eventuell einen ausgeglichenen Haushalt vorlegen zu können, damit hat sie eine Verbesserung des Haushaltes von ca. 600.000 EUR erreicht. Zunächst mal vielen Dank dafür.
Am Ende konnte es aber nicht reichen, nach dem aktuell vorliegenden Entwurf wird unser Haushalt 2023 mit einem Fehlbetrag von ca. 1.8 Mio.€ im Ergebnishaushalt abschließen. Die letzte verfügbare, aber sehr unbeliebte Stellschraube, war die Erhöhung der VG-Umlage. In mehreren Sitzungen zur Haushaltsberatung wurde mit viel Leidenschaft darüber diskutiert. Klar war aber ganz schnell, das wir auf keinen Fall soweit die Umlage erhöhen können das der VG Haushalt ausgeglichen ist, dies hätte den Ortsgemeinden die Füsse weggerissen. Es stand letztlich eine Erhöhung um 2%Punkte im Raum.
Die FWG hat den Antrag gestellt, die Umlage anzuheben. Die Abstimmung erfolgt gleich. Auch in unsrer Fraktion gab es unterschiedliche Meinungen.
Denn einerseits würde die Anhebung der VG helfen Ihr Ergebnis um ca. 678.000 EUR zu verbessern und könnte ein weiteres Argument für die Aufsichtsbehörde sein, alles erdenkliche getan zu haben.
Dennoch ist der Haushalt damit nicht ausgeglichenen und wir müssen weiterhin damit rechnen, für diesen, keine Genehmigung zu bekommen.
Daher gibt es die andere Seite, die der Meinung ist, die Umlage bei 21% Punkte zu belassen. Und damit das Signal zu senden, nicht alles mit sich machen zu lassen. Damit allerdings das Risiko erhöht den Haushalt nicht genehmigt zu bekommen.

Das ist nicht schön und die Frustration ist groß, aber jetzt den Blick auf die Landesregierung zu richten und diese als Alleinschuldige auszumachen ist zu einfach.
Wir müssen uns auch ein wenig an die eigene Nase fassen, angefangen beim Kreis, über die VG, bis zu den Gemeinden. Wenn die Landesregierung alleine Schuld hätte, warum steht dann unser (ehemals armer) Nachbarkreis so gut da. Der Kreishaushalt dort ist satt ausgeglichen und bei den allermeisten Kommunen ist dies auch der Fall.

Dort hat man schon vor Jahrzehnten erkannt wo die Reise hingeht und mit einem Landrat und weiteren Räten, ohne Windradphobie auf das richtige Pferd gesetzt und die Einnahmen daraus, und das ist der Punkt, für nachhaltige Investitionen genutzt.
Hier und damit meine ich den ganzen Kreis Mayen-Koblenz, hat man erst vor kurzem erkannt oder akzeptiert, wie wichtig die Investitionen in erneuerbare Energien und in energetische Sanierung ist.

Wir müssen investieren, um am Ende die laufenden Kosten zu verringern und mehr Einnahmen zu generieren.
Alleine die Erhöhung der Energiekosten in unserem vorliegenden Haushalt macht ca. 1 % Umlage aus. Niemand ist hier für die gestiegenen Energiekosten verantwortlich, aber für die Höhe des Energieverbrauchs.

Daher ist es erfreulich, dass eben im zweiten Tagesordnungspunkt der Auftrag für eine PV- Anlage mit Speicher, auf dem Verwaltungsgebäude beschlossen wurde. Zwar mit einem Wermutstropfen, da zum jetzigen Zeitpunkt horrende Preise aufgerufen werden, aber mit vorausschauendem Blick bezüglich der Energiekosten und im Sinne des Klimaschutzes wurde dem zugestimmt.

Ja, dieses Thema ist nur eins von vielen, aber wir haben jetzt alle gespürt, das es eines der wichtigsten ist; Energieeffizienz und der Ausbau erneuerbarer Energien müssen nun oberste Priorität haben.

Da schon sehr vieles gesagt wurde, möchten wir nur noch kurz auf wenige Punkte eingehen: Seitens des Landes wurde der kommunale Klimapakt ins Leben gerufen. Wir freuen uns, dass die VG Rhein-Mosel diesem beigetreten ist. In den nächsten Monaten werden wir darüber beraten für welche Projekte die Förderung nach KIPKI beantragt werden. Alle Fraktionen möchten selbstverständlich, dass die Mittel mit dem größtmöglichen Nutzen eingesetzt werden. Ob die Förderung im nächsten Jahr weiterläuft ist leider noch nicht sicher.

Ein guter Beschluss war auch, das die Hälfte der Fördersumme, denn 18 Ortsgemeinden zu Gute kommt, die nun ebenfalls beraten können, für welche Projekte sie die Mittel einsetzten.

Auch sonst deutet vieles im Haushalt darauf hin, das wir uns auf den Weg gemacht haben die VG nachhaltiger zu gestalten. Stellvertretend für die Projekte soll hier der Bau von PV- Anlagen auf kommunalen Gebäuden und die kommunale Wärmeplanung erwähnt werden. Auch im neu zu erstellenden Flächennutzungsplan werden die Erneuerbaren Ihre Räume finden.

Im Abwasserwerk hat die im Dezember vorgestellte Potentialstudie gezeigt, dass es hier noch viel zu tun gibt, aber dass es eben auch viele Möglichkeiten gibt, Kläranlagen energiesparender aufzustellen. Sie liefern zum Teil sogar selbst die Produkte dafür. Natürlich sind hier Investitionen notwendig. In einem ersten Schritt und das begrüßen wir ausdrücklich, sind im diesjährigen Wirtschaftsplan Mittel für PV-Anlagen in den Kläranlagen Kobern, Alken und Brey schon eingeplant, um auf lange Sicht die Kosten für den eigenen Strombedarf erheblich zu senken.

Ein weiteres großes Thema, das uns besonders im letzten Jahr sehr beschäftigt hat, ist die Übernahme der Betriebsträgerschaft der Kitas. Wenn man sich im Vorfeld noch gefragt hat, ob Gemeinden Ihre Eigenständigkeit in Sachen Kitas an die VG abgeben wollen, so war man vielleicht letztlich überrascht, das es im ersten Schritt doch schon 8 Gemeinden waren. Die Gründe dafür sind wohl hauptsächlich der extrem gestiegene Verwaltungsaufwand für die Kitaleitungen und die gestiegene Verantwortung für die ehrenamtlichen Ortsbürgermeister. Mit der Übernahme sorgen wir hier für Entlastung, aber auch für eine sicherere Betreuung und somit Entlastung der Eltern, da wir die Möglichkeit haben, aus einem Betreuerpool zu schöpfen und im Krankheitsfall reagieren zu können.
Die Übernahme belastet natürlich unseren Haushalt, da wir in der VG verwaltungsseitig einen Mehraufwand haben, aber dies wird ja auch zum grössten Teil von den abgebenden Gemeinden aufgefangen.

Wo wir das Ehrenamt schon erwähnt haben, so möchten wir explizit nochmal darauf hinweisen, dass es eine der wichtigsten Stützen unserer Gesellschaft ist. Ohne Menschen, die sich ehrenamtlich engagieren, würde vieles nicht so gut laufen.
Wie würden unsere Haushalte wohl ohne das Ehrenamt aussehen?
Es wird jedoch immer schwieriger, Menschen zu finden, die sich ehrenamtlich engagieren möchten. Deswegen ist es gut, wenn wir Entlastungen schaffen wo Entlastungen möglich sind.

Stellvertretend, für alle ehrenamtlichen BürgerInnen, möchten wir uns auf diesem Weg bei den vielen Feuerwehr-Leuten bedanken, die für das Gemeinwohl viele Stunden Ihrer Freizeit opfern und im Ernstfall auch Ihre Gesundheit für uns auf ́s Spiel setzten. Deren Aufgabenspektrum wird auch, nicht zuletzt durch den Klimawandel, jedes Jahr größer.

Auch wenn es mit dem Haushalt nicht direkt in Verbindung steht, so möchten wir nochmal kurz auf ein besonderes Ereignisse im letzten Jahr zurückblicken. Besonders, deshalb, weil es nur alle 8 Jahre stattfindet und nach über 2 Jahrzehnten eine Änderung mit sich gebracht hat. Im Mai letzten Jahres hat sich Herr Seibeld in den Ruhestand verabschiedet, der allerdings; vielleicht sogar erwartungsgemäß, nicht sehr lange angedauert hat, da er sich dazu bereit erklärte die Gemeinde Brodenbach zu betreuen.
Als seine Nachfolgerin durften wir Frau Laymann begrüßen.
Wie wir finden, hat sie sich unglaublich schnell in die vielen Sachthemen unserer VG eingearbeitet und hat bereits jetzt schon ein umfangreichen Wissen.
Die Zusammenarbeit mit Ihr empfinden wir als ziel-und sachorientiert und gleichzeitig sehr angenehm.
Was schon recht neu für die VG ist, sie nutzt sehr gerne die sozialen Medien, u.a. um die BürgerInnen zu informieren. Gleichzeitig spricht sie darüber sicherlich auch jüngere Leute an und weckt damit eventuell das Interesse sich politisch zu engagieren.

Abschliessend bedanke ich mich noch, im Namen der Fraktion BÜNDNIS 90/ DIE GRÜNEN bei den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der Verwaltung für ihre Arbeit, die sie tagtäglich verrichten und bei den anderen Fraktionen, für die nach wie vor gute Zusammenarbeit.
In diesem Sinne… Wie schon Erich Kästner sagte: „ Es gibt nichts Gutes, ausser man tut es“

Vielen Dank für Ihre Aufmerksamkeit.

Haushaltsrede 2022

31.01.2022

Sehr geehrter Verbandsbürgermeister Seibeld, lieber Bruno,
sehr geehrte Beigeordnete, Rats-Kolleginnen und Kollegen im Verbandsgemeinderat Rhein-Mosel, sehr geehrtes Haus, sehr geehrte Gäste!

Nun wurden bereits einige Zahlen und Punkte durch die anderen Fraktionen genannt und ich will mich daher kurz halten: Erlauben Sie uns einige Themen zu benennen, die unsere Fraktion im Haushalt besonders begrüßt:

Da ist zunächst die Tatsache dass Bau und Installation von raumlufttechnischen Anlagen in unseren Grundschulen auf den Weg gebracht werden.Dies wird ein wichtiger Baustein zur langfristigen Pandemiebekämpfung werden, einer Pandemie, die uns zäher begleitet als gedacht.

Raumlufttechnische Anlagen sind durch Austausch der Raumluft bei gleichzeitiger Lufterwärmung in der Lage ganzjährig das Infektionsgeschehen im Klassenraum signifikant zu mindern.
im Gegensatz zu den angeschafften mobilen Geräte, deren Beitrag zu den vom Bundesumweltamt empfohlenen Maßnahmen für Klassenräume eher untergeordnet ist. Der große Investitionsaufwand ist daher gerechtfertigt weil
nachhaltig, wirksam und mehrzweckfähig.

Sämtliche Investitionen in Sachen Klimaschutz und energetische Sanierung begrüßen wir sehr:
So die geplanten PV-Anlagen auf den Grundschuldächern in Winningen und Löf.

Dies ist ein weiterer Schritt, die VG langfristig so klimaneutral wie möglich aufzustellen. Investitionen in Klimaschutz reduzieren den CO2-Ausstoß, schaffen Wertschöpfung vor Ort und sparen langfristig Geld.

Die zahlreichen Investitionen die wir mit dem Haushalt als notwendige Klimaanpassungsmaßnahmen vornehmen bestätigen die Notwendigkeit in Richtung Co2- Neutralität zu handeln. Wir müssen als gewählte Vertreter mit gutem Beispiel voran gehen, um auch Privatpersonen und Ortsgemeinden zu zeigen, dass sich Klimaschutz in mehrfacher Hinsicht lohnt.“

Zwei weitere, eher unscheinbare Investitionen halten wir für erwähnenswert.

Die mögliche Anschaffung eines Spieleanhängers und Spielkonsolen sowie die Mittel für die Einrichtung eines Bauspielplatzes in den Sommerferien. Die Jugendpfleger der VG Verwaltung erhalten damit eine wichtige Bestätigung Ihrer verbindenden und identitätsstiftenden Arbeit mit den Heranwachsenden unserer Region.

Viele von denen, die hier gerade zusammen sitzen, können auf Erlebnisse in Ihrer Jugend zurückblicken, die einen wichtigen Beitrag dazu geleistet haben dass sie hier sitzen und sich für das Gemeinwohl engagieren.
Jugendarbeit ist eine wichtige Quelle für den Nachwuchs, langfristig auch dieses Rates.

Ich möchte an dieser Stelle anregen die Mitglieder des Jugendbeirates einmal ganz konkret einzuladen und sie an einem Entscheidungsprozess dieses Rates Teil haben zu lassen. Ohne dies überbewerten zu wollen, glaube ich, dass die Jugendlichen dies sehr ernst nehmen werden und es Ihrem Verantwortungsbewusstsein zuträglich sein wird.

Mit großem Selbstverständnis befürworten wir die Investitionen in die Ausrüstung der Feuerwehren, in den Ausbau der Digitalisierung und die Stelle der Integrationsbeauftragten.

Sehr geehrte Damen und Herren, sowohl Verwaltung als auch Rat sind bemüht, die VG auch für die Zukunft gut aufzustellen und daran arbeiten wir hier fraktionsübergreifend und verantwortungsbewusst.
In diesem Sinne möchten wir nur noch unseren Dank ganz besonders den Mitarbeitern der Verwaltung, dem Verbandsbürgermeister und unseren Ratskolleginnen und Kollegen aussprechen. Wir wünschen uns allen weiterhin eine gute und konstruktive Zusammenarbeit.

Dem Haushalt 2022 stimmen wir in vorgelegter Form zu.

Martin Ibald, Kandidat für die Wahl zum VG-Bürgermeister für Bündnis 90/Die Grünen

31.01.2022

Bei der heutigen Sitzung des Gemeinderats der VG Rhein-Mosel haben alle anwesenden Mitglieder dafür gestimmt, dass die Verbandsgemeinde an der Bündelausschreibung des Gemeinde- & Städtebunds Rheinland-Pfalz für Erdgas und Strom teilnimmt und dabei die Energiequellen mit höchstmöglichem Anteil an erneuerbaren Energien bezieht.

Das heißt genau, dass in Zukunft Erdgas mit 10 % Biogas-Anteil und 100 % Öko-Strom mit mindestens 33 % Neu-Anlagen-Anteil bezogen wird.

Damit trägt die VG im Rahmen ihrer Möglichkeiten zur Förderung der Erneuerbaren Energien und somit zur Bekämpfung des Klimawandels bei.

„Mit dem Bezug von erneuerbaren Energien reduzieren wir unseren CO2-Fußabdruck, reduzieren die Abhängigkeit von fossilen Ressourcen aus dem Ausland und schaffen im Idealfall Wertschöpfung über lokale Windenergie- und Biogas-Anlagen in unserer Region“, so Martin Ibald, grüner Bürgermeisterkandidat in der VG Rhein-Mosel.

Neue PV-Anlagen für Löf und Winningen in Planung

12.01.2022

Der Haushalt 2022 der Verbandsgemeinde Rhein-Mosel wird zurzeit von den Fraktionen im Verbandsgemeinderat beraten. Erfreulich sind aus Sicht der Fraktion Bündnis90/Die Grünen die geplanten Investitionen für Photovoltaik-Anlagen auf den Dächern der Grundschule in Winningen und der Grundschule bzw. Sonnenringhalle in Löf.
Die Fraktionsvorsitzende Jutta Wein sieht die VG auf dem richtigen Weg: „PV-Anlagen produzieren kostengünstigen, nachhaltigen Strom und tragen somit sowohl zur Bekämpfung des Klimawandels als auch zur Reduzierung der Kosten in den Grundschulen bei. Gerade in Kombination mit Speichern kann den ganzen Tag über der auf dem Dach produzierte Strom genutzt werden.“
Martin Ibald, grüner Kandidat für die Wahl zum Verbandsbürgermeister, ergänzt: „Unser Ziel ist es, die VG klimaneutral aufzustellen. Investitionen in Klimaschutz reduzieren den CO2-Ausstoß, schaffen
Wertschöpfung vor Ort und sparen langfristig Geld. Die VG muss mit gutem Beispiel voran gehen, um auch Privatpersonen und Ortsgemeinden zu zeigen, dass sich Klimaschutz in mehrfacher Hinsicht
lohnt.“

 Fraktion im Verbandsgemeinderat Rhein-Mosel, Fraktionssprecher: Jutta Wein und Moritz Ibald

Verbandsgemeinderat Rhein-Mosel stimmt Grundsatzbeschluss zu Klimaanpassungs- und Klimaschutzmaßnahmen zu

12.10.2021

Bei der letzten Sitzung des Rats der Verbandsgemeinde Rhein-Mosel wurde einstimmig dem Antrag der CDU-Fraktion zugestimmt, dass in der VG ein Konzept für Klimaanpassungsmaßnahmen entwickelt werden soll. Auf den Vorschlag der FWG-Fraktion hin, wird zunächst ein Arbeitskreis gebildet, der Aufgaben und Maßnahmen ausloten soll.

„Die Ereignisse z.B. an der Ahr in diesem Sommer zeigen, dass wir uns intensiv mit der Anpassung an den Klimawandel beschäftigen müssen. In diesem Bereich müssen die einzelnen Kommunen und die Verbandsgemeinde konzentriert und koordiniert zusammenarbeiten“, so Moritz Ibald, stellv. Fraktionssprecher der GRÜNEN im VG-Rat.

Die Fraktionsvorsitzende der GRÜNEN, Jutta Wein ergänzt: „Wir freuen uns über die Initiative der CDU und  werden intensiv mitarbeiten, um unsere VG bestmöglich gegen Extremwetter-Ereignissen zu wappnen. Jedoch müssen wir gleichzeitig in unserem Zuständigkeitsbereich auch die Maßnahmen für den Klimaschutz verstärken. Energetische Sanierung, Beheizung  der Gebäude ohne fossile Energieträger, PV-Anlagen, Energieeffizienz der Kläranlagen. Hier ist noch viel Luft nach oben. Wir sehen den Antrag als Ergänzung zu unserem, bereits positiv beschlossenen, Antrag einen Sanierungsfahrplan für die kommunalen Gebäude zu erstellen. Alle Fraktionen im VG Rat, sowie die Verwaltung, haben den ernst der Lage erkannt und sind bereit an den beiden übergreifenden Bereichen, konstruktiv zusammen zu arbeiten.“

Sanierungsfahrplan für kommunale Gebäude

13.07.2021

Verbandsgemeinderat Rhein-Mosel unterstützt die Entwicklung eines Sanierungsfahrplans für die kommunalen Gebäude

Auf der letzten Sitzung des Verbandsgemeinderats Rhein-Mosel wurde auf Basis des Antrags von BÜNDNIS90/DIE GRÜNEN zur Aufstellung eines Sanierungsfahrplans für die kommunalen Gebäude ein Grundsatzbeschluss gefasst. Dieser Beschluss unterstützt die Arbeit der Verwaltung, den Energieverbrauch der Liegenschaften in der Hand der VG zu erfassen und durch geeignete Maßnahmen zu reduzieren. Die Verwaltung und die Energieagentur Rheinland-Pfalz stehen diesbezüglich schon in Kontakt. In einem zweijährigen Prozess sollen die Einsparpotentiale der kommunalen Gebäude identifiziert, Maßnahmen umgesetzt und somit CO2 eingespart werden. Gleichzeitig werden durch die geringeren Energiekosten in den Liegenschaften langfristig die kommunalen Haushalte finanziell entlastet.

„Wir geraten von einem Extremwetterereignis ins andere, extreme Regenfälle, Unwetter mit Tornados und Hagelschlag, Überschwemmungen, Rekordhitze mit fast 50 ° Celsius. Im Jahr 2020 haben Unwetter in Deutschland Schäden von fast 2 Mrd. EUR verursacht. Die Zukunft wird teuer, wenn wir jetzt nicht in diese investieren. Von der Lebensqualität, für die nächsten Generation, ganz zu schweigen.“, so Moritz Ibald, Vorstandssprecher des GRÜNEN Ortsverbandes Maifeld-Rhein-Mosel

„Wir müssen jetzt unser Möglichstes tun, um diese Entwicklung zu stoppen. Die energetische Sanierung der kommunalen Gebäude ist ein wichtiger Schritt in Richtung Klimaneutralität. Ziel muss und soll sein, die Liegenschaften auf einen energetisch zeitgemässen Zustand zu bringen und den dann noch benötigten Energiebedarf mit regenerativer Energie zu decken“, sagt Jutta Wein Fraktionsvorsitzende der GRÜNEN im VG Rat Rhein-Mosel.

GRÜNE VG Rhein-Mosel Zisternen: Geld sparen, Ressourcen schonen, Natur erhalten

18.05.2021

n der letzten Sitzung des Verbandsgemeinderates wurden Förderrichtlinien zur Gewährung von Zuschüssen für den Bau von Regenwasserzisternen verabschiedet.
Die Erstellung der Richtlinien und die damit verbundene Möglichkeit für Bürgerinnen und Bürger eine Förderung zum Bau von Regenwasserzisternen zu bekommen, basiert auf einem Antrag, den die Fraktion BÜNDNIS90/DIE GRÜNEN im letzten Jahr in den VG-Rat eingebracht hatte.

Die Idee hierzu kam Martin Ibald während einer Werkausschuss-Sitzung.
Aufgrund der langen Trockenphasen in den letzten Sommern benötigten die Gartenbesitzer zum Teil erhebliche Mengen an Trinkwasser zur Gartenbewässerung. Damit die Gärten nicht vertrocknen und weil vielfältige Arten davon profitieren, ist Gartenbewässerung in Trockenzeiten grundsätzlich eine gute Sache. Gleichzeitig schlagen jedoch die Wasserversorger Alarm, dass die wertvolle Ressource Trinkwasser knapp wird. Nicht zu unterschätzen sind die Kosten, die bei den Bürger:innen durch das vermehrte Wässern anfallen.
Aus dieser Zwickmühle heraus ist die Idee entstanden, den Bau von Regenwasserzisternen zu fördern. Eine Idee, die im gesamten Rat für gut befunden wurde.
Die GRÜNE-Fraktion bedankt sich bei der fraktionsübergreifenden Arbeitsgruppe, sowie der VG- Verwaltung, für die gelungene Erarbeitung der Richtlinien.
Gefördert werden unterirdische Regenwasserzisternen und oberirdische Sammelbehälter ab einer Grösse von 3 cbm, mit je 200 EUR pro cbm, maximal 3.000 EUR. Einen Antrag können nicht nur Privatpersonen, sondern auch Vereine stellen.
Die detaillierten Richtlinien, samt Antrag, werden durch die Verwaltung der VG Rhein-Mosel veröffentlicht. Machen Sie davon Gebrauch!!

Kommunalwahl 2019:

Verbandgemeinderat Rhein-Mosel:

BÜNDNIS 90/Die GRÜNEN haben bei der Kommunalwahl 2019 einen Stimmenanteil von 15,3 % geholt ( 2014: 6%) und konnten damit ihre Mandate von bisher 2 auf jetzt 6 erhöhen.

1. Jutta Wein, Lehmen (Fraktionssprecherin)

2. Moritz Ibald, Hatzenport (stellvertretender Fraktionssprecher)

3. Martin Ibald, Lehmen

4. Sonja Seyda, Winningen

5. Uwe Weber, Lehmen

6. Katja Neeb, Lehmen

Nils Wiechmann wurde in der Ratssitzung am 25.06.2019 zum 3. Beigeordneten gewählt.